Kawasaki K-EJS 800 Stichsäge Test 2016

Kawasaki K-EJS 800

Kawasaki K-EJS 800
7.9

Verarbeitung

7.2 /10

Ausstattung

7.6 /10

Sägekraft

8.2 /10

Preis-Leistung

8.4 /10

Pros

  • günstiger Preis
  • sogar mit Pendelhub
  • starker 800 Watt Motor

Cons

  • ziemlich schwer
  • schlechte Verarbeitung
  • Sägeblattwechsel bei ersten Mal rech knifflig
  • starke Vibration

Kawasaki K-EJS 800 Testbericht

  • Gewicht: 2,6 Kg
  • Leistung: 800 Watt
  • Schnitttiefe: Holz 85 mm

Die Kawasaki K-EJS 800 Stichsäge ist ein Giftgrünes Monster zum kleinen Preis. Bei dem Preis erwartet man wirklich nicht all zu viel, wenn man das Gerät bekommt. Doch der erste Eindruck fällt sehr positiv aus. Auch wenn die Farbe nicht sehr ansprechend ist (persönliche Präferenz) wirkt die Stichsäge insgesamt recht gut verarbeitet. Zudem macht sie auch einen sehr stabilen Eindruck. Dies kann aber auch leicht daran liegen, dass das Gerät im Vergleich zu ähnlichen Geräten unglaublich schwer ist. So wiegt die K-EJS 800 stolze 2,6 kg. Das merkt man natürlich bei längerem Arbeiten und ist der erste wirkliche Kritikpunkt.

Doch wenn die Säge schon so schwer ist, bietet sie wenigstens etwas dafür? Das tut sie. Sie besitzt einen unglaublich starken 800 Watt Motor, was für ein Gerät dieser Preisklasse schon ziemlich außergewöhnlich ist. So kann man sich sicher sein, dass zumindest genug Leistung für die Arbeit da ist. Die Geschwindigkeit der Säge lässt sich zudem stufenlos mit einem Regler einstellen. Sogar ein Pendelhub ist vorhanden, was für Sägen dieser Preisstufe wirklich nicht üblich ist. Für optimales Arbeiten lässt sich dieser sogar auf drei verschiedenen Stufen einstellen.

Kawasaki K-EJS 800 Ausstattung

Sehr schön ist auch der Feststellknopf, welcher sich leicht erreichen lässt. Dadurch muss der Abzugsknopf nicht dauerhaft gedrückt bleiben und die Säge arbeitet trotzdem weiter. Auch eine Absaugvorrichtung ist vorhanden und auch diese erfüllt ihren Zweck. Sogar ein paar kleine LEDs sind verbaut, damit man immer gute Sicht auf die Schnittstelle hat.

Doch es gibt auch ein paar Schattenseiten an der Kawasaki K-EJS 800. Mit der Zeit bemerkt man doch, dass die Verarbeitung sich nach dem Preis richtet und sich schiefe Verbindungen auftun. Dies mag auch zum Teil an der recht starken Vibration der Stichsäge liegen. Zudem ist die Grundplatte sehr schlecht justierbar, wodurch man einen winkligen Schnitt praktisch vergessen kann.

Erstaunlich ist auch wie viel Wind die Kawasaki Stichsäge beim Arbeiten erzeugt. So könnte man sie glatt als Föhn benutzen. Ob dies nun bei langer schweißtreibender Arbeit positiv oder negativ ist kann jeder für sich selbst entscheiden. Ein kleiner Trost dafür ist, der am Kabel befestigte Inbusschlüssel und die wirklich sehr verständlich verfasste Anleitung. Die braucht man auch. Denn zwar ist der Sägeblattwechsel nicht schwer, sobald man erst einmal weiß wie es geht, doch das erste Mal gestaltet sich ziemlich kniffelig.

Insgesamt muss man Kawasaki K-EJS 800 Stichsäge jedoch ein Kompliment aussprechen. Sie hat zwar einige Fehler, doch das kann man bei dieser Preisklasse durchaus erwarten. Trotzdem erfüllt sie ihren Job sehr gut und das auch noch mit außergewöhnlich starker Leistung und sogar mit Pendelhub. Einfach ein Top Preis-Leistungs-Verhältnis.