Stichsäge Test 2017: Die besten Stichsägen von Makita, Metabo, Bosch und Co.

Auch wenn man kein professioneller Handwerker ist, sollte man für kleinere Reparaturen immer die ein oder andere Säge zu Hand haben. Doch was für eine Säge sollte das sein? Das kommt natürlich ganz darauf an, wofür man diese Säge einsetzen will. Eine gute Stichsäge zuhause zu haben, kann allerdings nie Schaden, da man sie Vielseitig einsetzen kann und einem die ausgesuchten und aufgezwungene Heimwerker Projekte deutlich erleichtert.

Stichsäge Test

Wofür braucht man eine Stichsäge?

Stichsägen sind sowohl für die Anwendung zuhause als auch für den Einsatz im Profibereich geeignet. Zudem sind sie extrem leicht zu benutzen. Für einfache Arbeiten braucht man kein Profi sein um ein gutes Resultat zu erzielen. Natürlich gibt es auch komplizierte Schnitte, welche einen geübten Gebrauch der Stichsäge erfordert, doch das ist eher selten der Fall. Für die Projekte von Hobby-Bastelern, bei denen man keinen Präzision auf den zehntel Millimeter genau braucht, kann auch der Sägen Laie mit einer Stichsäge schnell und unkompliziert gute Resultate erzielen.

Doch nicht nur für Hobby Heimwerker sind Stichsägen extrem nützlich. Sie findet selbst im Profibereich eine sehr große spanne an Einsatzmöglichkeiten. So wird sie von Schreinern, Zimmerleuten, Trockenbauern, Heizungsbauern und sogar Klempnern und Elektrikern verwendet. Selbst Polstere benutzen Stichsägen um Schaumstoffmaterialien zuzuschneiden. Besonders gut lassen sich mit einer Stichsäge jegliche Form von Platten(Kunststoff, Holz, Baustoff etc.) bearbeiten.

4 Gründe für Stichsägen:

  • Eine Stichsäge findet häufig einen Einsatzbereich.
  • Eine Stichsäge beschränkt nicht und so sind auch Runde Schnitte möglich.
  • Im Vergleich zu anderen Sägetypen sind Stichsägen recht leicht und handlich.
  • Eine gute Stichsäge erhält man schon für einen recht geringen Preis.

Brauchst du eine Stichsäge?

Doch die eigentlichen Fragen die sich hier jeder Stellen wird. Ist brauche ich überhaupt eine Stichsäge? Und die Zweite lautet: Welche Stichsäge ist die beste für meine Bedürfnisse? Zunächst zur ersten Frage. Natürlich kann es sein, dass man keine Verwendung für eine Stichsäge hat. Sollte man die Stichsäge nur ein Mal pro Jahr aus dem Keller hervorholen lohnt sich eine Anschaffung nicht. Dann kann man auch einfach eine Stichsäge aus dem nächstgelegenen Baumarkt für den Tag mieten. Alternativ kann man auch in der Nachbarschaft oder bei Verwandten herumfragen ob man sich so ein Gerät nicht kurz ausleihen kann.

Doch fallen häufiger Arbeiten an, bei denen man das Gefühl hat man könnte sie selber erledigen und sich so einen teuren Handwerker sparen sollte man über den Kauf einer Stichsäge nachdenken. Allerdings sollte man nichts überstürzen. Vor dem Kauf sollte man sich besser nochmal einen Rat holen. Damit kommen wir auch schon zur zweiten Frage. Welche Stichsäge ist die beste für meine Bedürfnisse? Um ihnen bei dieser Frage etwas unter die Arme zu greifen folgt eine Kaufberatung in der Sie erfahren, was eine gute Stichsäge ausmacht und auf welche Ausstattungsmerkmale sie achten müssen.

Kaufberatung zum Stichsägen Kauf

Bevor man eine qualifizierte Entscheidung über den Kauf eine Stichsäge und somit einer größeren Investition machen kann, muss man zunächst etwas über den Sägentypen wissen. Stichsäge ist nämlich nicht gleich Stichsäge. Die Preise reichen von 20 Euro bis weit über 300 Euro. Zudem können selbst Stichsägen im gleichen Preissegment komplett unterschiedliche Ergebnis erzielen und verschieden ausgestattet sein.

Verschiedene Bauformen

Generell kann man Stichsägen in zwei verschieden Arten unterscheiden. Dennoch gleichen sie sich im Grundprinzip, doch sie sind für verschiedene Aufgaben konzipiert.

Die besten Stichsägen im VergleichStichsäge mit Bügelgriff

Diese Art Stichsäge wird am häufigsten verwendet. Wie schon der Name sagt, greift man die Stichsäge an einem Bügel, im Vergleich zu einer Stabförmigen Stichsäge. Dies macht die Stichsäge zwar etwas größer, doch es vereinfacht die Handhabung enorm. Deswegen ist dies Art von Bauform besonders für Anfänger und Heimwerker geeignet. Der Druckschalter ist beim Arbeiten leicht zu erreichen, da er sich direkt am Bügelgriff befindet. Außerdem verringert diese Bauform die Verletzungsgefahr und verhindert unabsichtlichen Verschnitt. Besonders gut eignet sich diese Art Stichsägen aufgrund der Bauform für gerade Schnitte. Allerdings sind auch Kurvenschnitte und andere Schnittmuster möglich.

Stabförmige Stichsäge:

Die Stabförmige Stichsäge ist deutlich kleiner als die Stichsäge mit Bügelgriff. Allerdings findet sie durch die erschwerte Handhabung, besonders bei geraden Schnitte meist nur im professionellen Bereich Einsatz. Durch den einhändig zu benutzenden Griff kann die stabförmige Stichsäge sehr genau bewegt werden und besonders Kurvenschnitte werden um einiges genauer. Dabei ist zu beachten, dass meist von unten gesägt wird. Deshalb eignet sich die stabförmige Säge besonders für die Arbeit an unflexiblen oder schon verbauten Arbeitsteilen.

Pendelhubstichsäge

Die Pendelhubstichsäge ist keine alternative Bauform. Der unterschied zu einer normalen Säge besteht darin, dass sich das Sägeblatt nicht nur vertikal bewegt, sondern auch horizontal nach vorn und hinten. Dadurch benötigt man deutlich weniger Kraft für die Vorwärtsbewegung der Säge. Dies ist besonders für Hobby-Heimwerker eine sehr nützliche Eigenschaft. Durch die zusätzliche Bewegung fransen aber auch die kanten des Materials mehr aus. Bei einer guten Stichsäge mit Pendelhub kann man dies jedoch vernachlässigen, solange man nicht an einem Projekt arbeiten, bei dem extreme Präzision gefordert ist.

Ausstattungsmerkmale

Doch nicht nur die Bauart der Stichsäge ist wichtig um beim Kauf eine gute Entscheidung zu treffen. Generell sollte man aber durchaus zu einem Markenprodukt greifen, da man hier weiß was man bekommt. Hier sind die wichtigsten Merkmale die man bei Stichsägen vergleichen muss.

Die Nennleistung

Hierbei handelt es sich um die Leistung die das Gerät aufnimmt. Die Leistung wird in Watt gemessen und liegt bei gängigen Stichsägen zwischen 400 und 800 Watt. Akkumaschinen haben um die Akkulaufzeit zu erhöhen normalerweise ein etwas geringer Leistung, als Modelle, welche durch ein Kabel mit Strom versorgt werden. Allerdings sollte man eine Säge nicht abschreiben, nur weil sie eine geringe Leistung hat. Die Leistung gibt nur einen Richtwert über die letztendliche abgegebene Leistung.

Akkusäge oder mit Kabel

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer Stichsäge ist, ob sie mit Akkubetrieben ist oder über ein Kabel mit Strom versorgt wird. Auf der einen Seite erhöht eine Akkusäge die Mobilität enorm. Dabei muss man aber immer auf den Akkustand achten und am besten einen zweiten Akku für einen schnellen Austausch bereit halten. Außerdem verfügen Akkusägen normalerweise über weniger Leistung als ihre über Kabel betriebenen Konkurrenten. Das einzige Problem bei Kabel betriebene Stichsägen ist die oft sehr geringe Kabellänge.

Schnitttiefe

Die Schnitttiefe ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer Stichsäge. Normalerweise werden 3 Daten zur Schnitttiefe angegeben, von denen die wichtigste die Schnitttiefe in Holz ist. Die Schnitttiefe kann je nach Stichsäge stark variieren und damit die möglichen Einsatzmöglichkeiten stark beschränken. Bei gängigen Modellen reicht die Schnitttiefe von 70 mm bis 135 mm.

Das Gewicht

Das Gewicht ist eine etwas zweischneidige Sachen. Zum einen sollte das Gewicht einer Stichsäge nicht zu groß sein, damit länger Arbeitszeiten nicht zu anstrengend werden. Allerdings erhöht ein höheres Gewicht auch die Präzision der Schnitte, da es die erzeugte Vibration etwas ausgleicht. Bei gängigen Modellen reicht das Gewicht von 2 bis 4 kg.

Drehmoment und Hubzahl

Anhand des Drehmoments kann man ablesen wie viele Hübe die Säge in einer Minute schafft. Allerdings gibt es hier bei den meisten Stichsägen kaum Schwächen. Fast alle haben ein gutes Drehmoment im Leerlauf. Man sollte allerdings darauf achten, dass sich die Hubzahl regulieren lässt. Dadurch kann man die Geschwindigkeit regulieren und einen besseren Schnitt machen.

Arbeiten mit Bosch, Metabo etc StichsägenDas Zubehör

Je nach Einsatzort sollte man auch das Zubehör bei der Kaufentscheidung mit einbeziehen. Hier gibt es viele Zusatzoptionen, die das Sägeerlebnis um einiges Verbessern. Z. b. Eine stufenlose Drehzahlregulierung. Wie schon zuvor erwähnt sollte eine gute Stichsäge über die Möglichkeit verfügen die Hubzahl und die somit die Sägegeschwindigkeit zu regulieren.

Außerdem ist für die Sicherheit und für eine länger Nutzungszeit eine Auslaufbremse sehr Vorteilhaft. Besonders Anfänger sollten auch auf einen Werkzeuglosen Sägeblattwechsel achten, da dieser sich sonst nicht ganz einfach gestalten kann.

Des Weiteren sind Eigenschaften einer guten Stichsäge eine präzise Laserführung, ein Gebläse für den Schnittweg und idealerweise ein Anschluss für den Staubsauger, damit man hinterher weniger aufräumen muss. Für den etwas fortgeschritteneren Gebrauch lässt sich auch eine verstellbare Fußplatte sehr empfehlen.

Der Preis

Nachdem nun hoffentlich klarer ist, was eine gute Stichsäge ausmacht und welche Eigenschaften sie besitzen sollte, kommen wir nun zum Preis. Obwohl es bei der Anzahl an Features, die eine gutes Stichsägen unmöglich erscheint, muss ein solches Gerät nicht unbedingt teuer sein. Benutzt man die Säge nicht allzu oft reicht ein Gerät unter 50 Euro meist vollkommen aus. Selbst bekannte Namen wie Einhell, Makita, Metabo oder auch Bosch haben Stichsägen für dieses Preissegment im Angebot. Nur weil diese Werkzeuge nicht viel kosten heißt außerdem nicht, dass sie schlecht sind. Oft sind sie durchaus in der Lage präzise Schnitte abzuliefern. Allerdings werden sie in dem ein oder anderen Bereich Schwachpunkte haben. Vor dem kauf sollte man sich also versichern, dass diese Schwachpunkte nicht in einem Bereich liegen, der für die anstehende Arbeit sehr wichtig ist.

Richtige Sägeblätter

Zuletzt muss noch etwas über die richtigen Sägeblätter gesagt werden. Auch eine super Säge erzielt mit einem schlechten Sägeblatt nur mittelmäßige Ergebnisse. Wichtig ist zunächst welches Material man verarbeiten will. Es gibt spezielle Sägeblätter für Holz(Hart und Weichholz), Metall, Kunststoffe, Schaumstoff, Plexiglas und viele mehr. Auch hier sollte man auf Markenware vertrauen. Das Sägeblatt ist wirklich der schlechteste Ort um zu sparen. Außerdem rentiert sich ein gutes Sägeblatt. Es erzeugt bessere Ergebnisse und wird auch deutlich länger halten, als ein Billigprodukt.

Fazit

Die richtige Stichsäge finden ist nicht einfach, aber mit genügen wissen kann man selbst als Anfänger eine sehr gutes Säge für einen geringen Preis kaufen. Man muss sich vor dem kauf nur im klaren darüber sein, wo und für was man die Stichsäge benutzen wird. Zudem sollte man noch eine Liste mit den absolut wichtigsten Ausstattungsmerkmalen die man benötigt im Kopf haben, bevor man sich auf die Suche macht.